Für Praxen: IGeL-Potenzial und Produktberatung. Für Patienten: ehrliche Infos zu Ablauf, Wirkung und Kosten.
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Hyaluronsäure (HA) ist ein körpereigener Stoff, der natürlicherweise in der Gelenkflüssigkeit vorkommt. Sie macht die Flüssigkeit viskös und elastisch – und sorgt so für eine reibungsarme Bewegung des Gelenks sowie die Ernährung des Knorpels.
Bei Arthrose sinken Konzentration und Qualität der körpereigenen Hyaluronsäure. Die intraartikuläre HA-Injektion (Viskosupplementation) zielt darauf ab, diese Funktion wiederherzustellen: Die Gelenkschmierung verbessert sich, Schmerzen können gelindert werden.
Typische Einsatzgebiete: Kniearthrose (Gonarthrose), Hüftarthrose (Koxarthrose), Schulterarthrose – jeweils wenn Basismaßnahmen wie Physiotherapie und Schmerzmedikation nicht ausreichen.
Die HA-Injektion wird ausschließlich als IGeL-Leistung erbracht – die GKV übernimmt die Kosten nicht. Pro Zyklus (3–5 Injektionen) sind 200–500 € üblich, bei Depot-Präparaten auch als Einzelleistung. Arthrose-Patienten fragen aktiv danach.
Es gibt zwei Produktgruppen: tierisch gewonnene Präparate (Hühnerkamm) und fermentativ hergestellte. Bei Patientinnen mit Hühnereiweißallergie sind fermentative Präparate zwingend. K Concepts berät Sie zur Produktauswahl und unterstützt bei der Beschaffung.
Wir beraten Sie zur Integration der HA-Therapie in Ihr IGeL-Portfolio: Welche Präparate passen zu Ihrem Patientenspektrum? Wie gestalten Sie die IGeL-Aufklärung rechtssicher? Wir kennen den Praxisalltag und begleiten Sie herstellerunabhängig.
Die HA-Therapie ist eine von mehreren konservativen Optionen bei Arthrose – kein Wundermittel, aber im Einzelfall sinnvoll. Hier die wichtigsten Fakten im Überblick:
Die Kosten tragen Sie selbst (ca. 200–500 € pro Zyklus). Schriftliche IGeL-Aufklärung ist vor der Behandlung gesetzlich vorgeschrieben.
Anders als bei Kortison spüren Sie eine Verbesserung frühestens nach 2–4 Wochen. Wirkdauer: 6–12 Monate.
Die AWMF-Leitlinie (2025) spricht keine allgemeine Empfehlung aus. Viele Patienten profitieren trotzdem – besonders bei moderater Arthrose Grad II–III.
Physiotherapie, Bewegung und ggf. Gewichtsreduktion bleiben die wirksamsten konservativen Maßnahmen. HA ergänzt – ersetzt nicht.
Häufig kurzzeitige Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle (1–3 Tage). Sehr selten: Gelenkinfektion – strikte Hygiene ist entscheidend.
Moderate Arthrose (Grad II–III), NSAR-Unverträglichkeit, Standardtherapie ausgeschöpft und Operation noch nicht angezeigt oder gewünscht.